FIFA 21: Warum ich das Handtuch geworfen habe – mit Video

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FIFA 21: Warum ich das Handtuch geworfen habe – mit Video


Ich liebe FIFA. Über die vergangenen 12 Jahre hinweg habe ich mir immer direkt zum Launch den neuesten Ableger gekauft. Nimmt man alle Teile zusammen, habe ich mittlerweile wohl schon weit über 1000 Stunden in dem Franchise versenkt. Ich habe Platin-Trophäen gesammelt, an der virtuellen Bundesliga teilgenommen und im Hamburger Millerntor-Stadion vor Dwell-Publikum gegen Profis des FC St. Pauli gezockt. Seit meinem Beginn bei der PC Video games im Jahr 2018 treibt mich die Fußballsimulation auch beruflich herum: die jährlichen Evaluations gehen nun auf meine Kappe. Es ist additionally wohl nicht übertrieben, zu sagen: FIFA hat in meinem Leben eine zentrale Rolle gespielt. Bis jetzt.Denn kürzlich habe ich mich zu einem beinahe drastisch wirkenden Schritt durchgerungen: Ich habe FIFA 21 (jetzt kaufen 32,99 € /56,99 € ) von der Festplatte meiner PlayStation geworfen. Und soll ich euch was sagen? Es könnte mir nicht bessergehen! Es ist quick so, als wäre eine unsichtbare Final von meinen Schultern abgefallen.

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Was, nur Bronze 2? Das riecht natürlich nicht! Wer die richtig guten Belohnungen will, muss mehrere Stunden investieren.

Quelle: pcgames.de

Besonders problematisch wurde für mich zuletzt aber vor allem die unglaublich kompetitive Natur des Spiels. FIFA verschlingt einfach unglaublich viel Zeit, wenn man versucht, ernsthaft am Ball zu bleiben. Wer mit dem Relaxation mithalten will, der muss eigentlich beinahe täglich on-line sein: Schließlich wollen jede Woche aufs Neue 42 Partien im Squad-Battles-Modus und nochmal 30 in Division Rivals gespielt werden. Nur so steigt man in der globalen Rangliste auf und sammelt Belohnungen. Und am Wochenende steht natürlich auch noch die Weekend League mit zusätzlichen Rewards an. Da kommt man schon mal auf intestine und gerne 50 Stunden, die dann auch mal in schlaflosen Nachtschichten durchgeprügelt werden. Dieser exzessive Grind ist ein scheinbar notwendiges Übel: Nur so kommt komme ich schließlich an Packs und Münzen, mit denen ich wiederum neue Spieler kaufen kann, mit denen ich dann in den Ingame-Wettbewerben um neue Belohnungen spiele. Und so weiter.Als Spieler ist man da schnell in einem Teufelskreis gefangen. Man spielt nicht mehr, weil man Spaß hat, sondern nur um auf die nächste Belohnung hinzuarbeiten. Die schönen Momente werden einem relativ flott gleichgültig. Man kann sich über schöne Tore nicht mehr freuen, sondern überspringt lieber die zeitfressende Wiederholung. Siege fühlen sich nicht mehr befriedigend an, Niederlagen dafür umso frustrierender. Jeder scheint sich gegen einen verschworen zu haben, nur um einen zu ärgern: die Fußballgötter, der Algorithmus, die Server – alles! Schimpfwörter und Controller fliegen einmal durch den Raum. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, sind die Belohnungen am Ende dann auch noch ziemlicher Dreck: Wenn der beste Spieler aus meinem Final Pack eine Gesamtwertung von 82 hat, fühlt sich die dafür aufgewendete Zeit absolut verschwendet an.

Nur noch sieben Tage, dann läuft deine Wochenaufgabe ab! FIFA 21 kann mit all seinen zeitlich begrenzten Inhalten ganz schön stressen.

Quelle: pcgames.de

Das wird in anderen Bereichen des Spiels nicht besser: Gerade in diesem Jahr hat sich EA Sports activities mit Ingame-Aufgaben übertroffen, die ihr mühsam abklappern müsst. Es gibt beispielsweise kostenlose Packs, die auf der Anzahl der von euch aktiv gespielten Tage fußen. Wer sich additionally seit Launch jeden Tag einmal in Final Group eingeloggt hat, bekommt bessere Boni als ein sporadischer Spieler. Dazu kommen teambasierte Group-Occasions, in deren Verlauf ihr für eure Seite Punkte sammeln könnt, gestaffelte Wochenziele, die innerhalb von 14 Tagen erledigt werden sollen, Saisonmeilensteine, die ihr mit über Monate gesammelten XP freischaltet, immer neue Squad Constructing Challenges, Icon Swaps, Lightning Rounds und und und. Alles mit zeitlicher Befristung, versteht sich. Wer additionally nicht schnell genug ist, geht leer aus.Ein Worst-Case-Szenario, das man natürlich um jeden Preis verhindern will. Die FOMO schlägt eiskalt zu, die Worry of lacking out – additionally die zwanghafte Sorge, ein befriedigendes Ereignis zu verpassen. Bevor man ein kostenloses Merchandise, ein Pack oder ein paar lumpige Münzen hyperlinks liegen lässt, hängt man additionally lieber nochmal ein paar Partien dran. Wäre ja ärgerlich, wenn man die Boni später intestine gebrauchen könnte. Wie oft habe ich mich dabei erwischt, wie ich mich mit einem wild zusammengewürfelten Silber-Group durch eine Runde Dwell-Freundschaftsspiele, gequält habe, um an einen verlockenden Gratisspieler zu kommen. Nur um und dann später festzustellen, dass der gar nicht so toll ist. Dass er nicht das fehlende Puzzlestück conflict, durch das mein Group plötzlich perfekt oder das Gameplay wieder richtig unterhaltsam wurde. Die dutzenden Stunden Grind, einfach nur für die Katz. Zumal alle hart erarbeiteten Fortschritte ab Oktober ja eh hinfällig werden. Da zieht die Spielergemeinde geschlossen zum nächsten FIFA weiter, die Zeiger werden zurück auf null gedreht und der Zyklus beginnt von vorne.Andere Mütter haben auch schöne Spiele      

Kein Bock mehr auf Final Group? Dann schaut doch einfach mal in den Karrieremodus rein! Der macht nämlich immer noch Laune.

Quelle: PC Video games

Ich habe für mich daher entschlossen, dass ich keinen Bock mehr auf diesen Lauf im Hamsterrad habe. Der ständige Druck, der Stress, das nagende Gefühl, unbedingt FIFA spielen zu MÜSSEN sind mit zu viel geworden. Ich habe die Notbremse gezogen.

Ich habe erkannt, dass ich mit meiner knapp bemessenen Zeit weitaus sinnvollere Dinge anstellen kann, als sie mit virtuellem Fußball zu verblasen, der mir keine bleibenden Erinnerungen, keinen Mehrwert, keine positiven Emotionen beschert. Da setze ich mich lieber hin und Spiele irgendwas mit kreativen Spieldesign oder spannender Story. Oder meinetwegen auch die anderen Modi von FIFA: Ich will das Spiel im Allgemeinen nämlich gar nicht verteufeln. Mit der Karriere lässt sich zum Beispiel noch immer Spaß haben, wenn ihr komplett ohne den Einsatz von Echtgeld euer Traumteam aufbaut. Und auch die Saisons machen Laune, weil da tatsächlich mal eure spielerische Klasse zählt und nicht die Größe eures Geldbeutels.Um Final Group werde ich fürs erste aber einen großen Bogen machen. Und ich kann jedem, der sich ähnlich ausgebrannt oder frustriert fühlt wie ich, nur empfehlen es mir gleich zu tun. Eure geistige Gesundheit wird es euch danken! Unterstützt PC Video games – es dauert nur eine Minute. Danke! Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei und auch, wenn die Lage sich entspannt hat, sind wir und viele weitere Verlage weiterhin direkt von ihr betroffen. Aber ihr könnt uns darin unterstützen, unsere Arbeit zu machen, damit wir euch weiterhin täglich mit Information, Artikeln, Guides, Movies und Podcasts zu euren Lieblingsspielen begleiten können. Als PC-Video games-Supporter helft ihr uns, damit wir auch in Zukunft auf eine Paywall verzichten und den von euch gewohnten Qualitätsstandard beibehalten können. Jetzt unterstützen Wir danken euch jetzt schon im Voraus. Kolumne: Warum es mir besser geht, seit ich kein FIFA mehr spiele. [Quelle: EA]

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